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DDL - Digital Direct for Linux
Multiprotokoll-Controler und Steuerungssoftware für digitale Modelleisenbahnen |
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10 Jahre DDL!Wie alles begann ... ... als ich damals im Januar 1997 - als fast 30-Jähriger - mein erstes Startset (Märklin 29605) zuhause anschleppte, wusste ich noch nicht, auf was ich mich eingelassen hatte. Schnell war klar, dass das neue Spielzeug nur digital sinnvoll zu betreiben sein würde und dass die Kosten für den ganzen Digitalkram für meine damaligen Einkommensverhältnisse zu hoch sein würden. Aber es gab schon das Internet und somit war schnell klar: Es geht auch anders! Damals waren mehrere Ansätze - zumindest Märklin Digital ohne dedizierte Märklin Zentrale mit einem (alten) PC zu betreiben - frei oder kostenpflichtig verfügbar. Letztlich fiel meine Wahl zunächst auf ein Programm von Dr. Konrad Froitzheim. Sein Projekt hieß DirectTrain und die Software nannte sich delta.exe. Das Programm lief nur unter MS DOS, war in Turbo Pascal 3.0 programmiert und hatte die typische Blockgrafikoberfläche der frühen 90iger Jahre. Die Digitalsignale wurden über die serielle Schnittstelle des PC direkt an einen angeschlossenen Booster gesendet. Das Programm wurde von mir nach Turbo Pascal 6.0 übertragen, erhielt eine neue Oberfläche und wurde unter "eXtendet DirecTrain" zum Download angeboten. Das Programm schafte es sogar auf die CD einer MIBA spezial Digital. Trotz der Mühen, das Programm delta.exe zu optimieren, war das Ergebnis letztlich suboptimal. Im Internet tauchte damals ein Programm auf, das versuchte, das DirectTrain-Konzept auf Linux zu übertragen. Leider lief das Programm nur so leidlich: Man konnte manchmal einen Fahrbefehl an einen Dekoder senden. In Diskussionen, die ich in der Usenet Gruppe de.rec.modelle.bahn führte, wurde ich oft mit der Ansicht konfrontiert, dass die saubere Generierung von Digitalsignalen nur unter einem Single-Task-Betriebssystem wie MS-DOS funktionieren könne, da man nur hier die nötige, exklusive Kontrolle über die Hardware hätte. Zusätzlich durch diese Aussagen motiviert, startete ich die Entwicklung von DigitalDirect for Linux. Von Anfang an sollte das System mit einer Client-Server-Architektur realisiert werden. Die Entwicklung begann mit dem Server-Programm erddcd im Winter 1998/99. Eine erste Version des Programmes erddcd wurde im Januar 1999 veröffentlicht. Im Frühjahr 1999 folgte das in Java programmierte Programm J-Man zur manuellen Steuerung von Zügen und Schaltdekodern. Der Rest ist Geschichte: Matthias Trute bemängelte in de.rec.modelle.bahn das Übertragungsprotokoll, mit dem die Client-Programmen wie J-Man mit dem Serverprogramm erddcd kommunizierten. Seine Vorschläge - und selbstverständlich auch die anderer Modellbahner - trugen schliesslich in einem eigenen Projekt Früchte: SRCP war geboren. SRCP ist vergleichbar zu HTTP, der Sprache mit der WWW-Browser und WWW-Server miteinander kommunizieren. Die DDL-Programme wurden zügig auf SRCP umgestellt. Es entstanden unabhängig vom DDL-Projekt weitere SRCP-Programme. Informationen über veröffentlichte Software rund um SRCP findet man auf den Seiten des DER-MOBA-Digitalprojektes.
Seit einiger Zeit kann ich mich nicht mehr mit dem nötigen Engagement um die
Weiterentwicklung von DDL kümmern. Es zeigt sich nun die Stärke von Open Source:
Andere springen in die Bresche! So wird das Programm J-Man mittlerweile von
Andre Schenk weiter gepflegt (J-Man Projektseite bei Sourceforge). Sinn dieser Website ist es nun nicht mehr, Installationspakete für DDL zu verteilen, sondern Unterstützung bei der Anwendung von DigitalDirect-Betrieb unter Linux mit dem srcpd anzubieten. Ein erstes Ergebnis ist der scrpd-2.0.12-opt4DDL, eine für den DDL-Betrieb optimierte Version des srcpd (auf Basis der Version 2.0.12). Vermutlich werden meine Änderungen demnächst auch in ein offzielles Release des srcpd einfliessen, so dass künftig keine spezielle Version für den DDL-Betrieb nötig sein wird. TOP NEWS
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