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DDL - Digital Direct for Linux
Multiprotokoll-Controler und Steuerungssoftware für digitale Modelleisenbahnen

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Clientprogramme für SRCP-Server

Natürlich ist es kein Problem, das bekannte und für alle Betriebssysteme erhältliche Programm telnet als Client einzusetzen. Der Aufruf könnte bei Linux so aussehen:

    $ telnet localhost 4303

Nun könnte man die in SRCP spezifizierten Kommandos direkt eingeben. Dies funktioniert zwar, ist allerdings ziemlich umständlich. Deshalb ist es besser, spezielle Client-Programme für einen SRCP-Server zu benutzen.

J-Man - Manuelle Modellbahnsteuerung mit graphischer Oberfläche

Einer der ersten verfügbaren SRCP-Clients war J-Man. Dieses Programm benötigt eine Java-Laufzeitumgebung. Bei den meisten Linux Distributionen (z.B. Ubuntu 8.04) sind die notwendigen Programme mit dabei. Um J-Man zu nutzen, müssen Sie außerdem die graphische Oberfläche X11 auf Ihrem System eingerichtet und in Betrieb genommen haben. Haben Sie eine Desktop-Variante einer Linux-Distribution (z. B. Ubuntu Desktop, Fedora Core oder SuSE Linux) installiert, wurde X11 zusammen mit der von Ihnen bevorzugten Desktop-Umgebung (z. B. KDE, Gnome) bereits installiert. Sind diese Hürden genommen, können Sie sich auf folgende Features freuen:

  • Graphische Bedienoberfläche (J-Man in Aktion (19K))
  • 80 Loks mit Märklin-Dekoder (256 Loks bei zusätzlichem Einsatz von Uhlenbrock-Dekodern) und 10126 Loks mit NMRA-DCC-Dekoder gleichzeitig steuerbar
  • Bequeme Bedienung mit Tastatur und/oder Maus
  • Handreglerunterstützung (Selbstbauhandregler mit Poti, Gamepad)
  • Graphische Anzeige aller Lokdaten
  • Lokomotiverwaltung
  • Unterstützung der gängigen Dekoder für Märklin Digital
  • Unterstützung von NMRA-DCC Dekoder
  • Lokzustände werden dauerhaft gespeichert
  • Mehrfachtraktion
  • Ansteuerung von Schaltdekodern (Weichen, Signale)
  • Fahrstrassen
  • Ausführung und Kontrolle von ddsh-Scripten
  • Anzeige der Stati von S88-Modulen
  • Anzeige von virtuellen Geschwindigkeiten der Lokmomotiven

Im Vordergrund steht die manuelle Bedienung mittels Handregler. Das Programm läßt sich weiterhin fast vollständig mit einer Maus bedienen.

Bedienung von J-Man mit einem Gravis Gamepad

J-Man erfordert nicht unbedingt den Selbstbau von Handreglern. Als durchaus brauchbar hat sich das Gravis Gamepad erwiesen. Wie man J-Man mit einem Gamepad bedient, können Sie unten stehender Abbildung entnehmen. Der einzige Nachteil ist der fehlende Drehregler, d.h. die einzelnen Geschwindigkeitsstufen müssen getickert werden.


Gravis Gamepad
GamepadAuswirkung
rechtsBeschleunigung der ausgewählten Lok
linksVerringerung der Geschwindigkeit der ausgewählten Lok
roter Knopf und obenvorherige Lok auswählen
roter Knopf und untennächste Lok auswählen
roter Knopf und linksFunktion an/aus (z.B. Licht)
roter Knopf und rechtsRichtungswechsel der ausgewählten Lok
blauer Knopf und linksF1 an/aus
blauer Knopf und obenF2 an/aus
blauer Knopf und rechtsF3 an/aus
blauer Knopf und untenF4 an/aus

J-Man und Selbstbau-Handregler mit 50K-Poti

in Vorbereitung

Der optimale Handregler für J-Man

Es hat sich gezeigt, daß der PC-Gameport mit der Verwendung preisgünstiger linearer 50K-Potis keine befriedigende Lösung zur manuellen Steuerung der Loks ist. Eine betriebssichere und auch leicht bedienbare Lösung ist die Verwendung eines Gamepad (z.B. Gravis Gamepad). Allerdings steht dann kein Drehregler zur Verfügung. Die einzelnen Fahrstufen müssen 'getickert' werden, d.h. die Änderung der Geschwindigkeit erfolgt per Knopfdruck. Schön wäre ein Regler, der die Betriebssicherheit des Gamepad und den Komfort eines Drehreglers verbindet. Der grundsätzliche Aufbau eines solchen Reglers wird im folgenden kurz beschrieben. Leider fehlen mir die Ideen zur tatsächlichen Umsetzung. Aus diesem Grund veröffentliche ich diese Konstruktionsskizze, in der Hoffnung, jemanden zu finden, der so einen Regler bauen kann.

Benötigt wird ein Drehregler mit 3 Schliessern, der wie folgt funktioniert:

 
           (1) Drehknopf wird nach links gedreht : Schliesser 1 wird kurz geschlossen
           (2) keine Bewegung am Drehknopf       : Schliesser 2 ist geschlossen
           (3) Drehknopf wird nach rechts gedreht: Schliesser 3 wird kurz geschlossen
        

Es gibt keine Endstellungen. D.h. der Drehknopf kann in beide Richtungen durchgedreht werden. Wird kontinuierlich gedreht, dann muß in Abhängigkeit von der Drehgeschwindigkeit der entsprechende Schliesser regelmässig häufig geschlossen werden. Die 3 Schliesser müssen mit Widerständen versehen werden. Z.B.: Schliesser 1 mit 2K, Schliesser 2 mit 50K und Schliesser 3 mit 100K. J-Man kann nun zwischen 3 Zuständen unterscheiden:

           (1) links drehen     ==> kleinere Fahrstufe senden
           (2) gar nicht drehen ==> keine Änderung der FS
           (3) rechts drehen    ==> groessere FS senden
        

Damit hätte man die sichere Funktion des Gamepad mit einem Drehregler realisiert. Falls jemandem zum Bau eines solchen Reglers etwas einfällt, könnte er es mir bitte mitteilen.

Holger Pueschel bietet auf seinen WWW-Seiten einen Bauvorschlag für den Handregler simucopa an. Simucopa erfüllt die oben genannten Anforderungen an einen optimalen Handregler für J-Man.

NMRA-programmer

Dieses Programm erlaubt das Schreiben der Konfigurationsvariablen (CV's) eines NMRA-DCC kompatiblen Dekoders. Es beherrscht folgende Fähigkeiten:

  • Direktes Schreiben einer Konfigurationsvariablen (ganzes Byte)
  • Direktes Schreiben einer Konfigurationsvariablen (ein Bit)
  • Schreiben mittels physikalischer Registeradressierung.
  • Verifikation von Konfigurationsvariablen
  • Verifikation der Dekoderregister 1 - 8
  • Auslesen von Konfigurationsvariablen