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DDL - Digital Direct for Linux
Multiprotokoll-Controler und Steuerungssoftware für digitale Modelleisenbahnen

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Bedeutung der Parameter von srcpd.conf für den DDL-Betrieb

Hier finden Sie Erläuterungen zu den Konfigurationsparametern der Datei srcpd.conf für den Bus ddl.

number_ga

Anzahl der Schaltdecoderadressen, die benötigt werden. Beispiel: Bei vier Weichen und drei Signalen muss dieser Wert mindestens auf 7 gesetzt werden. Auf herkömmlichen Rechnern mit genügend Arbeitsspeicher kann dieser Wert von vornherein auf 100 gesetzt werden.

number_gl

Anzahl der Lok-Dekoderadressen die benötigt werden. Bei drei digitalisierten Lokomotiven muss dieser Wert mindestens auf 3 gesetzt sein. Auf herkömmlichen Rechnern mit genügend Arbeitsspeicher kann dieser Wert von vorherein auf 100 gesetzt werden.

enable_ringindicator_checking

Der Ringindikator RI ist eine Leitung der seriellen Schnittstelle. Wird dieser Wert auf yes gesetzt, so schaltet srcpd den Digitalstrom genau dann ab, wenn die Spannung der Leitung RI von -12V (-5V) auf +12V (+5V) wechselt. Die Leitung RI muss natürlich von irgendeiner Hardware sinnvoll bedient werden. Denkbar wäre etwa ein Notausschalter. Verwendet man die Leitung RI nicht, muss dieser Wert auf no gesetzt werden.

enable_checkshort_checking

Die Leitung DSR der seriellen Schnittstelle kann zur Kurzschlusserkennung verwendet werden. Falls der verwendete Booster eine Kurzschlusserkennung unterstützt und die Leitung DSR korrekt verkabelt ist, sollte dieser Wert auf yes gesetzt werden, sonst auf no.

Der Vollständigkeit wegen sei angemerkt, dass die Leitung DTR der seriellen Schnittstelle nach dem Start von srcpd inaktiv (-12V) und erst dann aktiv (+12V) gesetzt wird, wenn der Digitalstrom eingeschaltet wird. Wird der Digitalstrom ausgeschaltet, wird DTR wieder auf inaktiv (-12V) gesetzt. Diese Steuerleitung lässt sich also zum Ein-/Ausschalten eines Boosters nutzen, der über dieses Feature verfügt.

inverse_dsr_handling

Bei manchen Boostern muss die serielle Leitung DSR invers behandelt werden, damit die Kurzschlusserkennung funktioniert. Wenn ein solcher Booster im Einsatz ist, muss dieser Wert auf yes gesetzt werden, sonst auf no.

enable_maerklin

Dieser Wert ist auf yes zu setzen, falls Dekoder des alten Märklin Digitalsystems gesteuert werden sollen, sonst auf no.

enable_nmradcc

Dieser Wert ist auf yes zu setzen, falls Dekoder gemäß NMRA-DCC gesteuert werden sollen, sonst auf no.

Es können auch beide Werte auf yes gesetzt werden. Dann läuft srcpd im Multiprotokollbetrieb, d. h. im gleichen Digitalstromkreis können sowohl MM- wie auch NMRA-DCC-Dekoder angesteuert werden.

improve_nmradcc_timing

Dieser Wert sollte im reinen NMRA-DCC-Betrieb auf yes gesetzt werden. In allen anderen Situation - also falls enable_marklin auf yes gesetzt ist - muss(!) dieser Wert auf no gesetzt werden.

nmra_ga_offset (ab Version 2.0.13)

Es gibt verschiedene Interpretationen, wie bei NMRA-DCC die Adressen von Schaltdekodern interpretiert werden können. Dieser Parameter trägt dem Rechnung. Setzt man diesen Wert auf 1, verhält sich die Adressierung der Schaltdekoder wie bei erddcd, dem ursprünglichen SRCP-Server aus dem DDL-Projekt.

shortcut_failure_delay

Anzahl der Mikrosekunden (usec), die im Falle eines erkannten Kurzschlusses gewartet werden soll, bis der Digitalstrom abgeschaltet wird.

nmradcc_translation_routine

Aus historischen Gründen kennt das Programm drei verschiedene Routinen, die die Pakete für NMRA-DCC berechnen können. Die Dritte ist die aktuellste und wird hiermit empfohlen. Der Wert ist also auf 3 zu setzen. Nur wenn es damit Probleme gibt, sollte man die Werte 1 und 2 ausprobieren.

enable_usleep_patch

Im reinen Märklin-Betrieb verursacht das Programm srcpd einiges an Last auf dem Rechner. Mit diesem Parameter kann man dieser Erscheinung sehr gut entgegen wirken. Er erlaubt der Signalerzeugung anstelle aktiven Wartens (busy waiting) für einen kurzen Zeitraum eine inaktive Pause einzulegen. Da bisher keine Probleme damit bekannt geworden sind, sollte er immer auf yes stehen. Sollte es dennoch Probleme geben, kann man versuchsweise den Wert auf no setzen.

usleep_usec

Anzahl der Mikrosekunden (usec), die die im vorausgehenden Parameter beschriebene Signalgenerierung pausiert. Der Wert sollte so klein wie möglich gewählt werden, da ein zu grosser Wert dazu führen kann, dass die Digitalsignale nicht korrekt erzeugt werden. Als brauchbar haben sich Werte zwischen 100 und 250 erwiesen.